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  • A+C Kneipe am Freitag, den 1.Juni

    Die bislang größte Demonstration von Mieter*innen in Berlin sowie die
    zahlreichen Besetzungen der letzten Wochen in Berlin, Stuttgart und Göttingen führen erneut die zugespitzte Lage der  Wohnraum- krise vor Augen. Sozial ungleich verteilter Wohnraum ist keineswegs ein neues Problem, sondern hat sich durch zahlreiche politische Entscheidungen hin zu einem privat- und profitorientierten Wohnungsmarkt  weiter verschärft. Steigende Mieten, Verdrängung und Zwangsräumungen sind deshalb in vielen Städten Alltag. Das scheint auch die Regierung erkannt zu haben, weshalb die SPD das Wohnen als „die soziale Frage unserer Zeit“ bezeichnet. Doch Vorschläge wie Baukindergeld sind von einer Lösung struktureller Probleme weit entfernt.

    Die Interventionistische Linke Berlin hat deshalb seit 2017 die strategischen Überlegungen der stadtpolitischen Bewegungen Berlins in der Broschüre „Das rote Berlin“ zusammengetragen. So wurde eine Position der radikalen Linken entwickelt, die als Lösung nicht weniger als die Abschaffung des privaten Wohnungsmarktes fordert:  Vorgeschlagen wird die Vergesellschaftung des Wohnungsmarktes, begriffen als Einheit von öffentlichem Eigentum und demokratischer Selbstverwaltung. In der Kneipe werden wir euch zentrale Thesen und Strategien vorstellen um anschließend über die Forderungen ins Gespräch zu kommen, Probleme zu diskutieren und die Übertragbarkeit auf andere Städte zu prüfen.

    Wir freuen uns auf einen gemütlichen Kneipenabend mit spannender Diskussion, Bier und  Brause!

    Wann: Freitag, 04.05.18 um 19.30 Uhr
    Wo: Cafe Gegendruck, Fischergasse 2, HD-Altstadt

  • Familie in Rohrbach abgeschoben

    Uns erreichte folgender Aufruf für die Rückholung einer abgeschobenen Familie aus Rohrbach (HD):

    In Rohrbach wurde in einer nächtlichen Polizeiaktion eine 6-köpfige Familie nach Serbien abgeschoben. Familie Ramadani lebte seit 6 Jahren in Rohrbach, waren als Roma geduldet und mehr als gut integriert. Die Kinder (3, 6, 7, 7) sind jetzt traumatisiert – die Familie ist bei Bekannten in Belgrad untergekommen. Wie es zu dieser Abschiebung unter nächtlicher Polizeigewalt kommen konnte, ist noch völlig unklar – mehrere Rechtsanwälte haben sich der Sache angenommen. Da es der Stadt Heidelberg möglich ist, ein Bleiberecht für Familie Ramadani auszusprechen, und sie somit wieder zurückholen könnte, wurde eine Unterschriftenaktion gestartet.

    Neben der Unterschriftenaktion lohnt sich auch ein Anruf beim zuständigen Bürgermeister für Integration Wolfgang Erichson (Dezernat 4: 06221 5820600)

    Hier bekommt ihr die Unterschriftenliste.

  • A+C Kneipe am 02.02.18

    A-CKneipe

    A+C Kneipe am 02.02.18

    Eliteuni, eine romantische Altstadt direkt am Neckar, kleine verträumte Gassen mit Cafes und Bars. Heidelberg, hier ist die Welt noch in Ordnung – möchte man sagen – doch der erste Eindruck täuscht. Einkommensschwache Menschen werden aus dem Stadtzentrum verdrängt und können somit weniger am Stadtleben partizipieren. Denn Wohnraum, eine elementare Grundlage für eine soziale Existenz, wird als Ware auf dem Markt gehandelt. Die Stadt wird zunehmend der Verwertungslogik unterworfen und bietet für Menschen mit geringem Einkommen keinen Ort mehr für Begegnungen oder soziokulturelle Austauschprozesse. Zu „unserer“ Sicherheit wird gleichzeitig die Präsenz von Polizei und die Überwachung des öffentlichen Raums verstärkt. Diese Umstände schreien nach einer kritischen Betrachtung und Intervention!
    Das „Recht auf Stadt“ (Lefebvre 1968) gibt uns dabei den analytischen Rahmen für eine Kritik der Stadtentwicklungsprozesse. Auf den selben Begriff bezogen, formieren sich aber auch soziale Bewegungen überall auf der Welt.
    In unserem Input möchten wir deshalb eine kurze Einführung zum Begriff „Recht auf Stadt“ bieten, um daraufhin das stadtpolitische Bündnis „Wem gehört die Stadt?“ aus Mannheim vorzustellen. Im Anschluss möchten wir gemeinsam über Probleme und Ansatzpunkte in Heidelberg diskutieren und uns die Frage stellen: Wo und wie können wir angesichts dieser Verhältnisse intervenieren?