Category: Anti-Sexismus

  • Save the Date – Tagung zur Kritik der Prostitution!

    Am 24. und 25.11.2018 veranstalten wir als Teil des feministischen Bündnisses in Heidelberg ein Tagungswochenende.

    Ziel der Tagung ist die kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen Prostitution, das wir als Symptom eines hierarchisch angeordneten Geschlechterverhältnisses verstehen. In der in den letzten Jahren sehr emotional geführten Debatte werden Prostituierte nicht selten entweder zu feministischen Heldinnen verklärt oder es werden ihnen untugendhafte Eigenschaften unterstellt. Derlei moralisierende Betrachtung verstellt die Chance, sich die Wesenheit und Funktion von Prostitution als gesellschaftliche Institution zu erklären. Wir wollen daher im Tagungskontext einige ihrer Facetten analysieren, um das Phänomen erklärbar, verhandelbar und kritisierbar zu machen.

    What else to know:

    * Das detaillierte Programm bekommt ihr im September.
    * Übernachtungsmöglichkeiten können nach Absprache bereitgestellt werden.
    * Kulinarische Bedürfnisse können vor Ort befriedigt werden.
    * Samstagabend gönnen wir uns die Zeit zum Weiterdiskutieren, Bier trinken und Vernetzen.

    Wir freuen uns auf ein interessantes Wochenende mit Euch!

  • Raus auf die Straße zum internationalen Frauen*kampftag! Demo am 08.03., 16.00, Bismarckplatz!

    Raus auf die Straße zum internationalen Frauen*kampftag! Demo am 08.03., 16.00, Bismarckplatz!

    Einst, so erzählt es die Legende, gab es eine ferne Zeit in der Frauen* unterdrückt und ausgebeutet wurden. Doch dass in den aktuellen Verhältnissen kein Sexismus mehr existiert ist eine ziemlich freche Lüge – das Patriarchat ist so quicklebendig wie eh und je. Gesamtgesellschaftlich wird Stimmung gemacht gegen das böse F-Wort –und es geht
    nicht ums Ficken- denn dafür seien Frauen ja, gemäß ihrer „natürlichen Aufgabe“, erst geschaffen worden. Jenen, die vom „Genderwahnsinn“ faseln, gönnen wir einen Blick in die gesellschaftliche Realität von Frauen* und stellen uns die Frage: Ist der Feminismus tatsächlich überholt, wenn Frauen* sich überlegen müssen ob sie in der Dämmerung joggen gehen können?

    Die Frauen* haben einen langen Kampf hinter sich und konnten in den letzten zwei Jahrhunderten in vielen Bereichen Rechte und Freiheiten erkämpfen. Heute werden Frauen* von Männern* auf ihre eigenen Erfolge hingewiesen als seien diese Produkt männlichen Gönnertums. Natürlich immer mit dem patriarchal erhobenen Zeigefinger, dass es jetzt aber mal gut sei mit den Forderungen. Frau*, sei dankbar, dass du studieren und arbeiten darfst! Doch wenn wir uns auf den Erfolgen früherer Frauen*kämpfe ausruhen, treten wir deren Opfer mit Füßen und riskieren die Rücknahme der erkämpften Freiheiten.
    Denn: Der „Genderwahnsinn“ ist so lange notwendig wie das Frau* sein als natürlich dargestellt und sie so auf eine minderwertige Position verpflichtet wird. Öffentliche Thematisierung von sexistischer Diskriminierung wird sanktioniert und kleingeredet und so erscheinen (sexuelle) Gewalt, Ausbeutung in der Lohnarbeit und Doppelbelastung durch zusätzliche Hausarbeit als Einzelschicksale. Unter anderem die #meetoo Kampagne jedoch zeigt, dass sexuelle Gewalt von Männern* sehr wohl weit verbreitet ist und eine Gefahr für jede Frau* darstellen kann.

    Besonders von rechts wird kritisiert, dass jene Gewalt überhaupt angesprochen
    wird. Der AFD-Politiker Poggenburg findet stellvertretend für seine Partei, dass die #meetoo Kampagne eine Farce ist „als ob es keine wirklichen Probleme gibt.“ Denn das „wirkliche Problem“, so kann im AFD Parteiprogramm nachgelesen werden, ist der Zerfall der traditionellen Familie. Der sexistisch-rechte Traum ist es „unsere“ deutschen
    Frauen* gut vor dem Ausländer zu verstecken: Und zwar sicher hinterm Herd und im heteronormativ eingerichteten Schlafzimmer zur emsigen Produktion neuer braver deutscher Christ*innen mit rechter Gesinnung. Und damit die Ehefrau* erst gar nicht auf die Idee kommt sich davon frei zu machen werden frauen*spezifischen Angeboten, wie
    autonomen Frauen*häusern, die Finanzierungsgrundlage entzogen. Die feministische Forderung einer gleichberechtigten Behandlung auf dem Arbeitsmarkt wurde vom Kapitalismus aufgegriffen und marktförmig verwurstet. Jedoch profitieren hier nur Frauen* in gehobenen sozialen Positionen von Diversity Management und Kinderbetreuung. Die schlecht bezahlte, prekäre Sorgearbeit führen heute ebenfalls vor
    allem Frauen* aus, aber eben jene, die in deprivilegierten Verhältnissen leben.
    Die feministische Forderung jedoch sollte nach wie vor heißen: Wir wollen
    ein gutes Leben für ALLE Frauen*!

    Zur Bekräftigung dieser Forderung lasst es uns der Feministin Silke Rügers
    nachmachen und die Sexisten dieser Welt mit Tomaten bewerfen,
    und zwar mit schmackes!

    Kommt zur Demo am 08.03., ab 16 Uhr auf dem Bismarckplatz HD

  • Geplante Proteste gegen die “Demo für Alle” Sexist*innen am 30.10. in Wiesbaden

    Unter dem Slogan »Demo für Alle. Ehe und Familie vor! Stoppt Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder« versucht am 30. Oktober in Wiesbaden ein Bündnis aus AntifeministInnen, Konservativen, christlichen FundamentalistInnen, »besorgten Eltern« und Nazis auf die Straße zu gehen. Das traditionelle Leitbild der Familie als »Keimzelle der Nation« und die Ideologie einer »natürlichen« Zweigeschlechterordnung machen neue und alte Rechte anschlussfähig bis weit in die »Mitte« der Gesellschaft.

    Dagegen hat sich ein Protestbündnis gegründet: Gemeinsam, entschlossen, bunt und queer auf die Straße! »Demo für Alle« unmöglich machen – am 30. Oktober und jeden Tag! Weitere Infos dazu finden sich auf http://laeuftnicht.blogsport.eu