Author: admina

  • A+C Kneipe am 02.02.18

    A-CKneipe

    A+C Kneipe am 02.02.18

    Eliteuni, eine romantische Altstadt direkt am Neckar, kleine verträumte Gassen mit Cafes und Bars. Heidelberg, hier ist die Welt noch in Ordnung – möchte man sagen – doch der erste Eindruck täuscht. Einkommensschwache Menschen werden aus dem Stadtzentrum verdrängt und können somit weniger am Stadtleben partizipieren. Denn Wohnraum, eine elementare Grundlage für eine soziale Existenz, wird als Ware auf dem Markt gehandelt. Die Stadt wird zunehmend der Verwertungslogik unterworfen und bietet für Menschen mit geringem Einkommen keinen Ort mehr für Begegnungen oder soziokulturelle Austauschprozesse. Zu „unserer“ Sicherheit wird gleichzeitig die Präsenz von Polizei und die Überwachung des öffentlichen Raums verstärkt. Diese Umstände schreien nach einer kritischen Betrachtung und Intervention!
    Das „Recht auf Stadt“ (Lefebvre 1968) gibt uns dabei den analytischen Rahmen für eine Kritik der Stadtentwicklungsprozesse. Auf den selben Begriff bezogen, formieren sich aber auch soziale Bewegungen überall auf der Welt.
    In unserem Input möchten wir deshalb eine kurze Einführung zum Begriff „Recht auf Stadt“ bieten, um daraufhin das stadtpolitische Bündnis „Wem gehört die Stadt?“ aus Mannheim vorzustellen. Im Anschluss möchten wir gemeinsam über Probleme und Ansatzpunkte in Heidelberg diskutieren und uns die Frage stellen: Wo und wie können wir angesichts dieser Verhältnisse intervenieren?

  • Klinikstreik & Demo 25.1. 14:30 Uhr

    Am Donnerstag den 25.01.2018 wird an den Heidelberger Uniklinika, sowie in drei weiteren Städten in Baden Württemberg gestreikt. Es werden Mindestpersonalbesetzungen gefordert.

    Wir solidarisieren uns mit dem Streik.
    Kommt zur Demo am 25.1. um 14:30 Uhr
    an der Chirurgischen Klinik /INF 110

    GESUNDHEIT IST KEINE WARE!

     

    In Baden-Württemberg wird seit vergangenem Jahr für mehr Personal in der Pflege gekämpft. Da es bisher zu keinen Ergebnissen kam, wird deshalb am Donnerstag, 25.01. an der Uniklinik Heidelberg gestreikt. Zentrale Forderung ist eine Mindestpersonalbesetzung und mehr Personal an den Uniklinika in Baden-Württemberg.

    In Baden-Württemberg fehlen 17.000 Stellen in der Pflege. Während in den Niederlanden und der Schweiz eine Pfleger*in fünf Patient*innen versorgt, kommen in Deutschland auf eine*n Pfleger*in 13 Patient*innen!

    Kostendruck und Gewinnorientiertes Handeln in den Geschäftsleitungen der Krankenhäuser hat zu Einsparungen beim Pflegepersonal geführt. Die Folgen sind immer mehr Arbeit auf weniger Schultern, Überbelastung und am Ende oft Burn-Out. Immer weniger Menschen wollen deshalb in diesem Beruf arbeiten, oder hängen ihn nach ein paar Jahren wieder an den Nagel. Für uns als Patient*innen bedeutet das, dass es kaum noch Zeit gibt für unsere Sorgen und Ängste, häufigere Fehler bei unserer Behandlung, eine erhöhte Infektionsgefahr, vorzeitige „blutige“ Entlassungen, eine deutlich erhöhte Rückfallquote und ein erhöhtes Sterberisiko. Die aktuelle Praxis kann in letzter Konsequenz für uns also tödlich enden. Deshalb gilt es den Streik in Heidelberg zu unterstützen!

    Natürlich wollen wir mehr. Wir wollen ein Gesundheitssytem, das nicht nach den Regeln des Markts funktioniert, sondern sich an
    den Bedürfnissen derjenigen orientiert, die hier leben und die darin arbeiten: Aufwertung von Sorgearbeit, Zugang zu medizinischer und pflegerischer Versorgung für alle!

    Aber das alles muss erkämpft werden. Die Auseinandersetzung kann ein Anfang für einen grundlegenden Wechsel sein. Die Streikenden stellen die Frage danach, wie viel Personal es für eine Versorgung braucht, die sich an den Bedürfnissen der Patient*innen, am medizinischen Bedarf und nicht zuletzt auch an den Ansprüchen der Pflegekräfte selbst orientiert. Das durchzusetzen heißt mit der Logik zu brechen, nach der Krankenhäuser wie Unternehmen organisiert werden und in der Fürsorge und Zuwendung wegrationalisiert werden. Es ist wichtig, dass wir uns organisieren und gemeinsam mit Beschäftigten und Patient*innen diese Auseinandersetzung um mehr Personal zu einer Auseinandersetzung um gute Gesundheit für alle machen.

    Als zukünftige Ärzt*innen, Pfleger*innen oder Patient*innen sind auch wir von der Situation unmittelbar betroffen. Höchste Zeit also, etwas dagegen zu tun.

    Deshalb kommt zur Streikdemo!

    Am Donnerstag 25. Januar um 14.30 Uhr

    an der Chirurgischen Klinik, Im Neuenheimerfeld 110

    Seite an Seite für Personal in der Pflege!

  • 20.09. Lesung: Die Untergangster des Abendlandes – Ideologie und Rezeption der rechtsextremen ‚Identitären‘

    Für Samstag, den 20.01. legen wir euch eine Buchvorstellung in der Buchhandlung Schöbel besonders an Herz. Judith Goetz,‎ Joseph Maria Sedlacek und Alexander Winkler haben ein Buch zur Ideologie und Rezeption der Identitären geschrieben. Los gehts um 19:30 Uhr in der Buchhandlung Schöbel, Plöck 56a. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

    Im Vortrag wie im Buch werden die ideologischen Ansätze der
    “Identitären” kritisch beleuchtet. Die Kritik geht dabei über die
    übliche Anprangerung der Islamfeindlichkeit hinaus und tritt an, den
    rechtsextremen Charakter der “Idenditären” besonders im Bezug auf
    Nationalismus, Antisemitismus und deren Geschlechterbilder nachzuweisen.

    Die Herausgebenden gehören der “Forschungsgruppe Ideologien und
    Politiken der Ungleichheit” an, die in Österreich eine Spitzenreferenz
    in der Rechtsextremismusforschung ist. Insbesondere die Herausgeberin
    Judith Goetz forscht zu den Themen Verbindung von Rechtsextremismus zum
    Geschlechterverhältnis, Sexismus im Generellen und
    Studentenverbindungen, welche im Kontext feministischer Arbeit besonders
    interessant sein dürften.