Überwachung des öffentlichen Raums ist kein neues Thema. Seit Jahren werden in Großbritannien ganze Städte videoüberwacht und auch in Deutschland nehmen die Kameras auf zentralen Plätzen, im ÖPNV und in öffentlichen Gebäuden zu. Freiheitsrechte werden hierfür immer weiter beschränkt, die erhoffte abschreckende Wirkung erreichen diese Maßnahmen jedoch nicht. Mit der fortschreitender Digitalisierung des Polizeiapparats und neuen Technologien zur automatisierten Auswertung und Bewertung von (Video-) Daten, ergeben sich jedoch auch für die deutsche Polizei langsam die neuen Möglichkeiten der massenhaften Überwachung. In Mannheim wird seit kurzem am Paradeplatz und am Hauptbahnhof als bundesweites Pilotprojekt eine Software zur Videoüberwachung eingesetzt, die eigenständig Gefahrensituationen erkennen soll. Automatisierte Gesichtserkennung und vollständiges Tracking der Bevölkerung sind so nur noch ein Update entfernt. Der Pilot soll nun auf den Heidelberger Hauptbahnhof und Bismarckplatz ausgeweitet werden. Anhand aktueller Medienberichte möchten wir mit euch in der A-Kneipe am 21.12.2018 die aktuellen Entwicklungen deren Auswirkungen sowie Handlungsoptionen für uns diskutieren.
Category: Kneipe
-
A+C Kneipe am 21.12. Thema: Überwachung
-
A+C Kneipe am Freitag, den 19.10.
Ökofaschismus oder die ökologische Ablehnung der Moderne

Die nächste Kneipe von Akut steht an. Diesmal geht es um den sogenannten “Ökofaschismus”. Nach einem kurzen Inputvortrag werden anschließend die kontroversen Thesen diskutiert. Kommt vor bei, lernt uns kennen, macht mit!
Los geht’s um 19:30 Uhr im Café Gegendruck, Fischergasse 2, HD-Altstadt.
Übrigens: Die A+C Kneipe findet jeden dritten Freitag in Monat zu wechselnden Themen statt.
„In der Ökologiebewegung setzt sich in den letzten Jahren eine Auffassung von Natur durch, in welcher der Mensch als soziales Wesen nicht mehr vorkommt“ schrieb Jutta Ditfurth 1996. Die regressiven Tendenzen der Umweltbewegung brandmarkt sie als Ökofaschismus. Inzwischen ist die Rede vom Ökofaschismus zum geflügelten Wort geworden. Tatsächlich lassen sich nicht nur rechte Gruppierungen finden, die die ökologische Frage nationalistisch aufladen, sondern die Ökologiebewegung ist von Anbeginn mit rechtem Gedankengut durchzogen. Dennoch taugt der Ökofaschismusbegriff höchstens zur Abgrenzung, denn das was als Ökofaschismus bezeichnet wird hat mit Faschismus meist wenig zu tun. Daher soll diese Woche in der Akut+C Kneipe, auf die völkischen Wurzeln der Ökologiebewegung und die Geschichte des grünen Flügels der NSDAP eingegangen werden, um anschließend das regressive Potential der heutigen Ökologiebewegung zu kritisieren.”
-
A+C Kneipe am Freitag, den 21. September
Hambacher Forst: Rettet er die Welt – oder was soll die Arbeit?

Das Sommerloch ist zu Ende und der nächste gesellige A+C Kneipen-Abend steht an, juchu! Aus aktuellem Anlass wollen wir uns mit dem Hambacher Forst und den Protesten dort beschäftigen.
Los geht’s um 19:30 Uhr im Café Gegendruck, Fischergasse 2, HD-Altstadt. Kommt vorbei!
Übrigens: Ab jetzt findet unsere Kneipe immer am dritten Freitag im Monat statt (nicht mehr am ersten wie bisher).
„Kohle Stoppen – Klima retten“ das Rezept scheint klar, denn die Braunkohle ist maßgeblich mitverantwortlich für die aktuellen Klimaveränderungen. Deutschland, als weltweit größter Braunkohleförderer, ist durch die Anti-Kohle Bewegung im Rheinland gleichzeitig zu einem der Brennpunkte der Anti-Kohle-Proteste geworden. Die Besetzung des Hambacher Forst ist dabei eines der wichtigsten Symbole des Widerstands gegen die Braunkohle und die sinnlose Verschwendung natürlicher Ressourcen durch die kapitalistische Wirtschaftsweise.
Doch der Kampf um den Forst ist kräftezehrend und angesichts der immer weiter fortschreitenden Rodungen durch RWE scheint er häufig aussichtslos. Fast täglich gibt es neue Meldungen über Gewalt und Schikanen der Polizei. Trotz der erfolgreichen Besetzung seit 6 Jahren, setzt die Polizei alles daran, dass die diesjährige Rodungssaison die letzte ist.
Lohnen sich also Kämpfe wie die um den Hambacher Forst oder sind sie nur eine Verschwendung unserer Kräfte angesichts der Aussichtslosigkeit der Situation und der schieren Übermacht der Polizei & Konzerne? Diese Frage wollen wir uns in der nächsten Kneipe stellen und dabei keineswegs mit der Pessimismus-Keule die Motivation für die anstehenden Proteste klein halten, sondern zu einer kritischen Reflexion über Sinn und Zweck der Proteste anregen. Die Kneipe soll auch Informations- und Vernetzungsort für die Aktion EndeGelände und Aktion Unterholz sein. Denn noch gilt Hambi bleibt!
