Category: Soziale Kämpfe

  • 20 Februar: KNEIPE mit Input & Austausch zu Vergesellschaftung

    20 Februar: KNEIPE mit Input & Austausch zu Vergesellschaftung

    Ab 19 Uhr im Rabatz

    Wir starten den Abend mit einem kurzen Input zum Thema Vergesellschaftung. Anschließend wollen wir diskutieren und bei kühlen Getränken und Musik Quatschen. Komm gerne vorbei um herreinzuschuppern, dich zu vernetzen, zu diskutieren und gemütlich gemeinsam Zeit zu verbringen.

    Fragen die wir uns stellen wollen sind: Wie können wir Wohnen, Infrastruktur und Care demokratisieren? Warum ist Vergesellschaftung ein Schlüsselfeld für eine transformative Linke? Inwiefern können oder müssen Kämpfe um Vergesellschaftung in der derzeitigen Situation stattfinden?

    📌 Ort: Rabatz (Zugang über John-Zenger-Straße)

    💵 Eintritt frei.

    Die IL Heidelberg ist eine undogmatische, antifaschistische, emanzipatorische & kapitalismus-kritische Gruppe die gegen Strukturen und Ideologien der Ungleichheit kämpft. Als Ortsgruppe sind wir bundesweit in der Intervintionistischen Linken (IL) organisiert.
    Komm vorbei!

    📖 Artikel 15 GG – ein oft vergessener Teil unserer Verfassung

    „Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden.“

    🧩 Was bedeutet das praktisch?
    Artikel 15 ist keine theoretische Spielerei – er ist eine verfassungsrechtliche Grundlage für antikapitalistische Politik. Er erlaubt es, Privateigentum an lebenswichtigen Ressourcen und Produktionsmitteln zugunsten der Gemeinschaft zu überführen – gegen Entschädigung, aber ohne dass die Eigentümer:innen ein Veto haben.

    Mieten, Energie, Gesundheit – wer entscheidet darüber?

    Im Kapitalismus sind es Konzerne, die nach Profit streben.

    Vergesellschaftung bedeutet: Diese lebenswichtigen Bereiche in demokratische Hand zu nehmen. Nicht als Staatseigentum, sondern als gemeinsames Gut, über das wir alle mitbestimmen.

    Vergesellschaftung als strategisches Projekt

    Vergesellschaftung ist mehr als eine Forderung – sie ist ein strategisches Werkzeug, um Macht– und Eigentumsfragen zu stellen.

    Sie verbindet alltägliche Kämpfe (Mieten, Energiekosten) mit der Systemfrage.

    Beispiele wie „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ zeigen: Es ist möglich, breite Unterstützung für antikapitalistische Politik zu gewinnen.

    Am 20.2. diskutieren wir: Wie können wir Vergesellschaftung vorantreiben – in Heidelberg und darüber hinaus?

    👉 Komm vorbei und bring deine Perspektive ein.

    🔜 Im März: Tech-Faschismus

    Nach der Vergesellschaftung fragen wir: Wie nutzen rechte Bewegungen und Tech-Millionäre digitale Werkzeuge für ihre Herrschaft?
    Von Peter Thiel bis KI-Überwachung – am 20. März analysieren wir die gefährliche Allianz von Tech und Faschismus.
    Mit praktischem Workshop zur digitalen Selbstverteidigung.
    Sei dabei – wir bauen Gegenmacht auch im Digitalen.

  • Wohnraumpolitik in Heidelberg – Eine Analyse

    Vortrag mit anschließender Diskussion in gemütlicher Runde

    mit Christoph Nestor – Mieterverein Heidelberg e.V.

    12.07.2018, 20:00 Uhr
    artes liberales – universitas
    Mittelbadgasse 7, Heidelberg

    Gemeinsam mit anderen Stadtpolitischen Akteur*innen wollen wir in der Vortragsreihe „Mietenwahnsinn stoppen“ zuerst die Wohnraumproblematik Heidelbergs analysieren um im nächsten Schritt Lösungsstrategien zu diskutieren.
    Dass bisherige Lösungsansätze wie eine Mietpreisbremse die Krise an sich nicht abwenden werden, sieht auch Christoph Nestor vom Mieterverein Heidelberg e.V. den wir für den ersten Vortrag gewinnen konnten. Nach dem Input über die Mietensituation und die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus in Heidelberg möchten wir uns über häufig auftretende Probleme von Mieter*innen wie beispielsweise Verdrängung oder Zwangsräumungen austauschen.

    Auch in Heidelberg ist die Frage nach bezahlbarem Wohnraum akuter denn je. Zwar wird durch die Konversionsflächen viel neuer Wohnraum geschaffen und durch städtebauliche Konzepte in diesen Vierteln eine hohe Wohn- und Lebensqualität erreicht, doch ändert dies nichts an der Tendenz steigender Mieten. Im Gegenteil: Die Attraktivität Heidelbergs wächst gerade wegen der hohen Wohn- und Lebensqualität.

    Wir sind davon überzeugt, dass Wohnraum keine Ware sein darf und deshalb ein aktives und weitgehendes Eingreifen in die Logik des Systems notwendig ist: Wohnraum darf nicht weiterhin „Spekulationsobjekt“ eines profitorientierten Marktes sein. Doch das reicht nicht! Es erfordert ein Ende des privaten Wohnungsmarktes. Nur eine Vergesellschaftung von Wohnraum schafft es, langfristig bezahlbares Wohnen für alle zu ermöglichen. Wohnraum muss Gemeingut sein über das demokratisch entschieden wird. Wir fordern weiterhin gleiche Rechte bei der Wohnraumvergabe, unabhängig von Aufenthaltsstatus, finanziellen Möglichkeiten, Hautfarbe, Geschlecht, Sexualität oder Religion.